backtest_squeeze_m1.py: Squeeze auf M1 gemessen (Variante B)

Nicht ausgeschlossen — aber in JEDER Variante schlechter je Trade als die
M5-Kontrolle auf demselben Fenster (beste M1-Variante +0,474/+0,387 gegen
+0,605/+0,491). Alle Nachbar-Parameter halten, Einstiegs-Slippage bis
0,20xATR haelt, der skalierte ATR-Floor erzeugt den Befund nicht (Kontrolle
ohne Floor bestaetigt), Broker blockt nicht (trade_stops_level = 0).

Entscheidend ist die EXIT-Slippage, und sie trifft M1 doppelt so hart, weil
sie absolut ist: M1 kippt bei ~0,04 $, M5 erst bei ~0,09 $ (Faktor 2,2 =
das ATR-Verhaeltnis). Gemessener Median 0,017 $ -> beide halten; gemessener
Ø 0,234 $ -> beide fallen. Die entscheidende Zahl — Slippage bedingt auf
Haltedauern <30 min — ist ungemessen.

Urteil: nicht umstellen. M1s Vorteil kommt allein aus der 4,3-fachen
Frequenz, und genau die multipliziert die ungemessene Groesse.

Zwei Methodik-Lehren dokumentiert: der Haertetest lief zuerst auf der
schwaechsten statt der besten Variante (Auswahl nach Reihenfolge statt nach
Ergebnis), und die Regel "nicht schlechter als die Kontrolle" war wieder
unterspezifiziert (ØR und ΣR zeigen gegenlaeufig) — deshalb gibt zeig()
jetzt beide Spalten aus.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Axel Hocks
2026-08-06 12:21:13 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
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@@ -329,6 +329,68 @@ dort bereits nachvalidiert, ØR +0,305.) **Eine** Oberfläche:
1017 Uhr, mit ruhender Stop-Order. Das ist kein neues Signal, sondern eine
validierte Regel auf einer feineren Ebene; die 80 Tage reichen für ein
**Ausschluss**-Urteil (nicht für eine Bestätigung).
- **⚠⚠ SQUEEZE AUF M1 (Variante B) GEMESSEN — NICHT ausgeschlossen, aber in JEDER
Variante schlechter je Trade als M5; die Entscheidung hängt an EINER ungemessenen
Zahl (`backtest_squeeze_m1.py`, 2026-08-06).** 80.000 M1-Bars (18.05.06.08.),
echte `_squeeze_one`-Regel, Einstieg als ruhende Stop-Order am Level, kanonischer
Exit, Echtkosten, sequentiell EIN Slot, **M5-Kontrolle auf DEMSELBEN Fenster**
(weil beide Hälften im selben Regime liegen — der interne Vergleich ist der
belastbare Teil, nicht die Absolutwerte).
| Variante | H1 ØR / ΣR | H2 ØR / ΣR | n (H1) |
|---|---|---|---|
| **M5-Kontrolle** (live laufende Ebene) | **+0,605 / +163** | **+0,491 / +132** | 270 |
| A) M1, Stop aus ATR_M1, alle Stunden | +0,405 / **+473** | +0,385 / **+476** | 1168 |
| **C) A + nur 1017 Uhr** (beste M1) | **+0,474 / +201** | **+0,387 / +189** | 424 |
| B) M1-Einstieg, Stop aus ATR_M5 | +0,207 / +176 | +0,137 / +118 | 848 |
| D) B + nur 1017 Uhr | +0,231 / +73 | +0,130 / +44 | 316 |
| A ohne ATR-Floor (Selektions-Kontrolle) | +0,385 / +457 | +0,342 / +442 | 1186 |
**Nichts fällt durch:** alle Varianten beidhälftig positiv, alle 5 Nachbar-Kombis
(Box 10/15/20 × k 0,1/0,2) ebenfalls, Einstiegs-Slippage hält bis 0,20×ATR
(+0,254/+0,130). Auch die Selektions-Kontrolle ohne ATR-Floor bestätigt — der
massstabsgerecht skalierte Floor (0,024 statt 0,06) erzeugt den Befund nicht.
Kein Broker-Hindernis: `trade_stops_level = 0`, ein 2×ATR_M1-Stop (0,159 $) ist
platzierbar.
⚠⚠ **DER ENTSCHEIDENDE BEFUND IST DIE EXIT-SLIPPAGE — und sie trifft M1 doppelt
so hart, genau wie vorhergesagt.** Slippage ist eine **absolute** Größe; sie frisst
von einem kleinen M1-Stop einen viel größeren Anteil. In DOLLAR angesetzt, auf
beide Ebenen gleich:
| Exit-Slippage | M1 (Variante C) | M5-Kontrolle |
|---|---|---|
| 0,000 $ | +0,474 / +0,387 | +0,605 / +0,491 |
| **0,017 $** (gemessener **Median**) | +0,309 / +0,196 | +0,511 / +0,384 |
| **0,050 $** | **0,012 / 0,175 ❌** | +0,330 / +0,176 |
| 0,100 $ | 0,499 / 0,737 ❌ | 0,139 (H2) ❌ |
**M1 kippt bei ~0,04 $, M5 erst bei ~0,09 $** — Faktor ~2,2, praktisch das
ATR-Verhältnis (0,198/0,079 = 2,5). Gemessen (`analyze_execution.py`):
**Median 0,017 $** (beide halten) · **Ø 0,234 $** (beide fallen, M1 weit
deutlicher) · Max 4,192 $.
**Was fehlt, ist genau die entscheidende Zahl:** die Slippage-Verteilung
**bedingt auf kurze Intraday-Haltedauern**. Ein M1-Trade lebt ≤24 min
(`LIVE.timestop`=24 Bars), hat also kaum Gap-Exposure — der Ø von 0,234 $ stammt
aus wenigen Ausreißern länger gehaltener Trades (4,192 nahe Marktschluss). Aber
**2 der 5 großen Fälle waren intraday** (30.07. 09:35 = 0,971 $ · 30.06. 15:36 =
0,751 $), und beide liegen im 1017-Fenster der Variante C. Überschlag: ~0,8 %
solcher Trades ergäben zusammen mit dem Median ~0,024 $ — **unter, aber nah an
der M1-Kippgrenze**. Das ist ein Überschlag, keine Messung.
**Urteil: NICHT umstellen.** Nicht weil M1 durchfällt, sondern weil (a) es je
Trade in **jeder** Variante unter M5 liegt, (b) beide um denselben EINEN
Positions-Slot konkurrieren, (c) der Vorteil ausschließlich aus der 4,3-fachen
Frequenz kommt — und genau diese Frequenz multipliziert die Slippage, deren wahre
Höhe ungemessen ist. **Der eine billige, entscheidende nächste Schritt** wäre, die
Exit-Slippage aus der echten Trade-Historie **nach Haltedauer** auszuwerten: liegt
sie für <30-min-Trades unter ~0,03 $, ist M1 ernsthaft ein Kandidat; darüber ist
es erledigt.
⚠ **Zwei Methodik-Lehren aus dem Lauf selbst:**
(1) **Der Härtetest lief zuerst auf der SCHWÄCHSTEN Variante.** `beste = "D" if …`
wählte nach Reihenfolge statt nach Ergebnis — D (+0,231/+0,130) statt C
(+0,474/+0,387). Ein Robustheitstest auf der falschen Variante beweist nichts.
(2) **Die vorab fixierte Regel „nicht schlechter als die M5-Kontrolle" war wieder
unterspezifiziert** — M1 verliert in ØR und gewinnt in ΣR um das Dreifache.
Dieselbe Falle wie am 05.08. beim Kosten-Gate. Die Regel wurde **nicht
nachträglich gelockert**; stattdessen zeigt `zeig()` jetzt beide Spalten, damit
die Auswahl nicht stillschweigend passiert.
**80 Tage = EIN Regime** (Broker-Deckel). Ein ✅ heißt hier „nicht
ausgeschlossen", **nicht** „bestätigt".
Snapshot **`wave.squeeze {state, dir, level, box_atr}`**: `active` = Ausbruch (echtes
Signal LONG/SHORT) · `armed` = komprimiert, Ausbruch steht bevor · None = keine
Kompression (transient — der Ausbruch weitet die Box, Signal klärt sich selbst).