Trail x Breakeven gemeinsam geprueft: keine Aenderung - und ein Aufloesungs-

Artefakt, das einen alten Schluss entwertet

Anlass: Frage zur Trail-Kalibrierung "jetzt bei 3 Lot". Zur Praemisse: die
Positionsgroesse aendert das Optimum NICHT (R ist ATR-normiert). Gemessen wurde
die echte offene Frage - be=1,3 stammt aus der Zeit mit Trail 1,5, mult wurde am
31.07. auf 1,0 gesenkt ohne das Breakeven neu zu pruefen.

(1) Breakeven ist praktisch wirkungslos: bei mult <= 0,6 sind alle be-Zeilen
identisch (der enge Trail erreicht den Einstand frueher als der BE-Boden). Bei
mult 1,0 ist be=0,6 um +0,019 besser - unter einem Standardfehler. Keine
Aenderung.

(2) Der Trail ist monoton besser bis hinunter zu 0,05 xATR (~3 Cent) - das waere
vom Spread allein ausgeloest. Ein Optimum, das bis an die physikalische
Unmoeglichkeit monoton bleibt, misst die Methode, nicht den Markt.

Aufloesungs-Artefakt nachgewiesen (analyze_trail_resolution.py): mit in DOLLAR
fixiertem Trail auf M5 gegen M1, 597 gemeinsame Einstiege, kippt das Vorzeichen
der Differenz bei ~0,3 xATR - die groebere Aufloesung ueberschaetzt enge Trails
(-0,027 bei 0,10) und unterschaetzt weite (+0,036 bei 1,0, +0,066 bei 1,5).
Damit ist der Befund vom 31.07. ("enger ist monoton besser") teilweise entwertet.

Erster Testentwurf war falsch konstruiert: der Trail wurde mit dem ATR der
jeweiligen Zeitebene skaliert, damit bleibt das Verhaeltnis Trail/Bar-Spanne
konstant und die Aufloesung wird gar nicht variiert.

Nebenbefund gegen die eigene Slippage-Vermutung: die Trade-Zahl ist ueber alle
Multiplikatoren fast konstant (2108 bei 0,3 gegen 2083 bei 1,0), Worst-Case
ueberall -2,44. Das Slippage-Argument traegt kaum, das Aufloesungs-Argument
traegt.

Ergebnis: Trail 1,0 / Breakeven 1,3 bleiben.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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Axel Hocks
2026-08-05 16:58:50 +02:00
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@@ -748,7 +748,54 @@ dort bereits nachvalidiert, ØR +0,305.) **Eine** Oberfläche:
Trades ab, die sich erholt hätten; NOSIG-H2 war ohne Eingriff sogar leicht profitabel
(ΣR +80, PF 1,15) und wird durch jede Adverse-Schwelle verschlechtert. Hypothese
„schwächere Population profitiert eher" widerlegt. Keine Änderung.
- **Trailing-Optimierung geprüft = KEINE Änderung (gemessen, `backtest_trailing.py`,
- **⚠⚠ TRAIL × BREAKEVEN GEMEINSAM GEPRÜFT = KEINE ÄNDERUNG — und ein
METHODEN-BEFUND, der einen alten Schluss entwertet (2026-08-05,
`backtest_trail_be.py` + `analyze_trail_resolution.py`).** Anlass: User-Frage zur
Kalibrierung „jetzt bei 3 Lot".
**Zur Prämisse: die Positionsgröße ändert das Trail-Optimum NICHT.** R ist
ATR-normiert; Lots skalieren nur das EUR-Ergebnis. Gemessen wurde deshalb die
echte offene Frage: **`be=1,3` stammt aus `backtest_exit.py`, als der Trail noch
1,5 war; `mult` wurde am 31.07. auf 1,0 gesenkt, OHNE das Breakeven neu zu
prüfen.** 2D-Sweep über beide Populationen (2.365 Squeeze- / 1.566 Wellen-Entries),
feste Entry-Listen, kanonischer Exit, Echtkosten, 2 Halbjahre.
**(1) Das Breakeven ist praktisch wirkungslos.** Bei mult ≤ 0,6 sind ALLE
be-Zeilen **identisch** — der enge Trail erreicht den Einstand ohnehin früher als
der Breakeven-Boden. Erst ab mult 0,8 wirkt er überhaupt, und dort ist be=0,6
marginal besser (+0,019 bzw. +0,018 ØR). ⚠ Das liegt **unter einem Standardfehler**
(≈0,026 bei n≈1.500) → **kein Handlungsbedarf**, be bleibt 1,3.
**(2) Der Trail ist monoton besser, je enger — bis 0,05×ATR.** Und genau das ist
das Problem: ein Trail von 0,05×ATR (≈3 Cent) wäre vom Spread allein ausgelöst.
Ein Optimum, das bis an die physikalische Unmöglichkeit monoton bleibt, misst
nicht den Markt, sondern die Methode.
⚠⚠ **AUFLÖSUNGS-ARTEFAKT NACHGEWIESEN.** `simulate()` prüft den Stop gegen
Bar-Hoch/-Tief. Ein Trail, der ENGER ist als die typische Intrabar-Spanne, ist
nicht auflösbar — das Modell nimmt den Bar-Hochpunkt als Gewinn mit und steigt
erst im NÄCHSTEN Bar aus. Test mit **in DOLLAR fixiertem** Trail auf M5 gegen M1
(597 gemeinsame Einstiege):
| Trail | M5 ØR | M1 ØR | Differenz |
|---|---|---|---|
| 0,10×ATR | +0,093 | +0,066 | **0,027** |
| 0,20×ATR | +0,049 | +0,039 | 0,010 |
| 0,30×ATR | +0,013 | +0,016 | +0,003 |
| 1,00×ATR | 0,046 | 0,010 | **+0,036** |
| 1,50×ATR | 0,038 | +0,028 | **+0,066** |
**Das Vorzeichen kippt bei ~0,3×ATR:** die gröbere Auflösung **überschätzt enge
Trails und unterschätzt weite**. Eine Tick-Simulation würde denselben Weg noch
weiter gehen. ⚠ **Damit ist der Befund vom 31.07. („enger ist monoton besser",
`backtest_trailmult.py`) teilweise entwertet** — er ruht auf derselben
M5-Auflösung. Die damalige Entscheidung, NICHT auf 0,5 zu gehen, war trotzdem
richtig, nur aus dem falschen Grund (genannt wurde „Randwert + Slippage";
der eigentliche Grund ist die Auflösungsgrenze).
⚠ Nebenbefund gegen meine eigene Slippage-Vermutung: die Trade-ZAHL ist über alle
Multiplikatoren fast konstant (2.108 bei 0,3 gegen 2.083 bei 1,0), nur die
Haltedauer sinkt (12 → 18 min) und der Worst-Case ist überall identisch (2,44,
der SL deckelt). Die Slippage-Exposition steigt also NICHT dramatisch — das
Auflösungs-Argument trägt, das Slippage-Argument kaum.
**Ergebnis: Trail 1,0 / Breakeven 1,3 bleiben.** 1,0×ATR entspricht rund einer
M5-Bar-Spanne (die ATR IST die mittlere Bar-Spanne) und ist damit ungefähr die
feinste Einstellung, die diese Simulation ehrlich auflösen kann. Wer enger will,
braucht Tick-Daten — nicht mehr Bars.
- **Trailing-Optimierung geprüft = KEINE Änderung (gemessen, `backtest_trailing.py`,
2 Halbjahre, echte Phasen-Sim):** Die Live-Config (`_TRAIL_START_ATR=0,3` ·
mult 1,5 M5 · Breakeven 1,3) hat die **beste Verlustseite** (bestes H1, Worst nur
1,5×ATR). Trailing trägt klar: ohne Trailing ΣR 1313/Worst 2,0 vs. Live +1777/